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Käse. So gut wie handgemacht
Polyurethan-Zahnriemen treiben Alpma-Maschinen an
Käse ist weltweit eines der ältesten und beliebtesten Nahrungsmittel. Seine Herstellung beruht auf alten und bis heute traditionellen Verarbeitungsmethoden des Ausgangsproduktes Milch. Der entscheidende Schritt hin zur kontinuierlichen, vollautomatischen Produktion gelang der 1947 gegründeten und in Rott am Inn ansässigen Alpma Alpenland Maschinenbau GmbH 1976 mit der Entwicklung des Koagulators als erste Stufe der Käseherstellung. In diesem, bis zu 85 Meter langen Edelstahltrog findet mit Hilfe eines ausgeklügelten Verfahrens die eigentliche Dicklegung der Milch statt, an dessen Ende das Ausgangsprodukt Käsebruch steht. Ein technischer Durchbruch, der die Käsereitechnik revolutionierte.
Antriebsseitig setzt Alpma stark auf Polyurethan-Zahnriementechnik und schöpft die enorme Bandbreite der Mulco-Produktpalette mit BRECO®-, BRECOFLEX®- und CONTI® SYNCHROFLEX-Zahnriemen mit unterschiedlichen Ausformungen und Profilen ein: vom Standardzahnriemen T über den Hochleistungs-Zahnriemen AT bis hin zum ATP mit vergrößerten tragenden Zahnflächen und bis zu 60% erhöhter Leistungsfähigkeit. Gerne greifen die Konstrukteure auch auf Sonderformen (z. B. aufgeschweißte Transportnocken) und das nahezu lückenlose und perfekt abgestimmte Programm an Zahnscheiben und Komponenten wie Spannplatten und Stützschienen zurück.
Käseherstellung aus einer Hand
Käsereien auf der ganzen Welt setzen die Maschinen von Alpma ein. Das bayerische Familienunternehmen versorgt sie mit Anlagen zur Milch- und Molkeverarbeitung sowie zur Käseherstellung, mit Schneidetechnik und Verpackungsmaschinen. Aufgegliedert ist das Unternehmen in die drei Geschäftsbereiche Prozess-, Käserei- und Verpackungstechnik. Dabei wird der Bereich Prozesstechnik im Wesentlichen von der LTH Dresden abgedeckt, die seit 1999 vollständig in Alpma integriert ist.
Alpma ist aber nicht nur Hersteller von Einzelmaschinen, sondern rüstet Käsereien weltweit komplett aus: Von der Rohmilchannahme über die Käseherstellung bis zum Schneiden und Verpacken kommt für den Kunden alles aus einer Hand. „Solche Käsereien können schon einmal die Fläche von mehreren Fußballfeldern einnehmen“, erklärt Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Klaus Ruppert Bereichsleiter Produktion/Service bei Alpma, am eindrucksvollen Modell einer solchen Anlage.
Aufbauschema einer Käserei. Oben links befindet sich der Koagulator, der den Käsebruch produziert. Unten rechts findet das Schneiden und Verpacken der fertigen Produkte statt. Dazwischen liegen Reife- und Kühlkammern, Salzbäder und andere Produktionsschritte.
Man beschränkt sich beim Weltmarktführer für Käsereitechnik aber nicht nur auf die angestammten Märkte. „Ausgehend vom umfassenden Know-how im Weichkäsesektor haben wir interessante zukunftsträchtige Lösungen für den Bereich Schnittkäse entwickelt“, ergänzt Klaus Ruppert und bezieht dabei ausdrücklich die Antriebslösungen der Mulco-Gruppe mit BRECO-, BRECOFLEX- und CONTI SYNCHROFLEX Polyurethan-Zahnriemen sowie Baugruppen wie Zahnscheiben und Zubehör mit ein.
Unverzichtbarer Bestandteil der meisten Antriebs- und Transportlösungen in Alpma-Maschinen sind Polyurethan-Zahnriemen aus dem umfassenden Programm der Mulco-Gruppe mit ihren beiden Herstellern BRECO Antriebstechnik und ContiTech Antriebssysteme sowie den Mulco-Vertriebspartnern in Deutschland und Europa. Darunter die Roth GmbH & Co. KG (Nürnberg und München), zu deren Beratungskunden Alpma gehört. Das Mulco-Arbeitsprinzip „aus dem Markt für den Markt“ legt den Fokus auf erstklassige Beratung und die Philosophie, immer ganz nahe beim Kunden zu sein.
Praxisnah: Käserei gehört zur Alpma-Gruppe
Fachgespräch am STAC-RQ CIP-Riemenstapler mit eingelegter Blockform.
Eine Blockform ist von den Nocken, die in den BRECOFLEX Polyurethan-Zahnriemen eingelassen sind, erfasst worden.
Praxisnah, wie Alpma seit jeher entwickelt und agiert, werden auch im bereits mehr als 100 Jahre bestehenden und zur Gruppe gehörenden eigenen Käsereibetrieb „Alpenhain“ - nur wenige Kilometer vom Werk entfernt - Alpma-Maschinen eingesetzt.
Auch in den weiteren Verarbeitungsschritten Schneiden und Verpacken entwickelt sich Alpma stetig weiter. Immer höhere Stundenleistungen bei immer genaueren Gewichten und so wenig Verschnitt wie möglich spornen Entwickler und Konstrukteure an, neben dem klassischen Lösungsweg auch unkonventionelle Wege zu gehen.
Gefragt, warum das Unternehmen bevorzugt Polyurethan-Zahnriemen für Antriebe und Förderlösungen einsetzt, erläutert Montagemeister Herbert Tolks: „Längenkonstanz, Abriebfestigkeit und Wartungsarmut sind neben der Positionierungsgenauigkeit ganz wichtige Kriterien der Antriebe. Da wir uns in Molkerei und Käserei aber auch in einem Lebensmittelhygienisch sehr sensiblen Bereich befinden, ist die Beständigkeit gegen Säuren und Laugen sowie die Einbindung in die CIP (Cleaning In Place)-Reinigungssysteme wichtig. Da sind schmierungslose Polyurethan-Zahnriemenantriebe natürlich erste Wahl“.
Grundfläche ist auch in der Käseproduktion kostbar und teuer. Alpma hat den CIP-Stapler/Entstapler STAC-RQ entwickelt, der eingebunden in die Produktionslinien Blockformen, Wendebleche und Wendeplatten passgenau und kippsicher zu Raum sparenden Stapeln zusammenstellt. Auf den Innenseiten des 3,4 Meter hohen Staplers laufen rechts und links über 7 Meter lange BRECOFLEX Polyurethan-Zahnriemen BFX 50 T20, die - als Meterware geliefert - bei Alpma passgenau konfektioniert werden. In den Zahnriemen eingelassene Staplerklinken nehmen die Formen auf und setzen sie im Umlauf auf dem Laufwagen an der Stapelseite ab. Der fertige Stapel wird ausgeschoben.
Zahnriemen der Marke BRECOFLEX werden aus abriebfestem Polyurethan und hochfesten Stahlkord-Zugträgern gefertigt. Diese Kombination ermöglicht maßgenaue und hochfeste Polyurethan-Zahnriemen, die nicht nur hohe Drehmomente übertragen, sondern auch genau Positionieren und Transportieren.
Sicher fragt sich der Eine oder Andere, wie die sauber und in nahezu gleichem Stückgewicht in den Käseregalen des Handels liegenden keilförmigen Segmente von rotem Edamer, gelbem Leerdammer, Appenzeller oder Gouda in der Käsegroßproduktion entstehen.
„Der richtige Schnitt macht den Appetit“
Teilung eines Edamerlaibs in zwei Hälften. Ein Polyurethan-Zahnriemen BRECOFLEX 12AT/5 x 990 treibt den Schwenkarm an, der die Hälften zur Schneidstation weiter transportiert.
Schneidestation einer SC 80/HS. Die Halblaibe werden in Segmente geteilt und zur Verpackungsmaschine transportiert.
Für seine CUT-Anlagen hat Alpma neueste Schnitttechnologie entwickelt. Sie wiegt und misst präzise und schneidet dann in gleiche Stücke. Schließlich entscheidet jedes Gramm zu viel oder zu wenig über die Wirtschaftlichkeit eines Betriebes. Abfall oder Verschnitt, der gar nicht erst entsteht, belastet auch die Kostenrechnung eines Unternehmens nicht negativ.
Unterschiedlichste naturgereifte Käse - vom cremigen Gorgonzola über milden Gouda bis zu pikantem Bergkäse - in Segmente gleicher Größe und fixem Gewicht aufzuteilen, ist ein spannendes Kapitel.
Schauen wir einmal dem Hochleistungssegmentschneider SC 80/HS bei der Arbeit z. B. mit den roten Edamerlaiben von über 2 Kilogramm Stückgewicht zu. Über 120 Stück davon verarbeitet die Maschine pro Minute zu gleichmäßigen, vollmundigen Käsesegmenten.
Dazu wird der Käselaib unter das schwenkbare Ultraschallmesser gefahren und per Infrarot vermessen. Das Messer teilt den Laib in zwei Hälften, die vom Schwenküberbringer in die Schneidestation transportiert werden, wo sie schließlich in Segmente geteilt werden. Den hochpräzisen Antrieb übernimmt ein BRECOFLEX Polyurethan-Zahnriemen BFX 12 AT5 x 990.
Die Verpackung macht den Regalrenner
Verpackungsmaschine Alpma SAN 60 mit Eikettiereinrichtung. Universell für viele Produktformen geeignet.
Schneller Formatwechsel bei der SAN 60. Der Einlauf-Zahnriemen BRECOFLEX 50 T20 x 3600 verfügt über aufgeschweißte Nocken. Formate für Faltverpackungen werden einfach aufgesteckt. Von links: Montagemeister Verpackungsmaschinen Herbert Tolks mit Josef Sturm von Mulco-Vertriebspartner Roth in Nürnberg.
Erst die richtige Hülle - die Verpackung - macht das Produkt Käse zu einem „Renner“ in den Regalen des Handels. Ob butterweich oder hart, kugelig oder eckig: Alpma liefert für die Endverpackung sowohl Einstiegsmodelle als auch vollautomatisierte Verpackungslinien. Die dabei entstehenden Faltverpackungen decken runde (bis max. 140mm), rechteckige (H x L x B ca. max. 75 x 140 x 100 mm) oder reine Folienverpackung bis max. 350 mm Länge x Breite ab. Der Leistungsbereich liegt bei ca. 3000 – 9000 Packungen pro Stunde.
Die Baureihe SAN 60 bietet extrem kurze Umrüstzeiten mit flexibler und schneller Anpassung an unterschiedlichste Produktgrößen und -formen. Das minimiert unproduktive Phasen. Wichtiges Bauteil dieser großen Flexibilität ist der „Einlaufzahnriemen“, ein BRECOFLEX 50 T20 x 3600 mit aufgeschweissten Nocken. Auf sie werden die formatabhängigen Oberteile für die Verpackungsformung schnell und einfach aufgesteckt.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Alpma und der Mulco-Gruppe hat lange Tradition. Viele Antriebslösungen in Polyurethan-Zahnriementechnik entstanden und entstehen gedanklich und in enger Partnerschaft schon im frühen „Reissbrett“stadium. Die intensive Beratung durch Mulco-Partner Roth garantiert in Zusammenarbeit mit den beiden Herstellern Breco und ContiTech ideal die kontinuierliche Weiterentwicklung weltweit bewährter Lösungen in der Käsereitechnik. „Alpma vertraut dabei dem umfassenden Antriebswissen der Mulco-Vertriebspartner in Sachen Polyurethan-Zahnriemen und Antriebskomponenten“ schließt Bereichsleiter Dipl.-Ing. Ruppert die Präsentation eines rundum erstaunlichen Unternehmens ab.
Garbsen, April 2009
Mulco-Europe EWIV


